Supervision - Coaching - Training
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„Ich kann Dich nicht verstehen!“ – Wie wir aneinander vorbeireden und irgendwann nicht mehr miteinander reden TEIL I – Konstruktion unserer Wirklichkeit Sie werden es vielleicht selbst schon erlebt haben. Sie reden mit einem Menschen und erst nach geraumer Zeit merken Sie, dass sie sich gar nicht über den gleichen Inhalt austauschen. Ein Beispiel Eine Supervisandin (Sd) berichtet, was SIE erlebt hat: Ihre Kollegin habe sie neulich angesprochen und auf zwei spannende Artikel zum Corona-Virus in der Zeitung aufmerksam gemacht. Am nächsten Tag fragt die Kollegin „Hast Du in dem Artikel zur Heinsberg-Studie auch gelesen, dass …?“ Die Sd antwortet darauf „Ja, habe ich.“. In dem ersten Artikel ging es um die Kritik an der Studie in Heinsberg. Dann sagt die Kollegin, trägt die Sd vor „ich finde das ziemlich schlimm, was da passiert ist.“ Die Sd in Gedanken bei der Heinsberg-Studie, antwortet darauf „Ja, ich auch.“ Und die Kollegin weiter „Soll das denn jetzt immer so weitergehen?“ Die Sd daraufhin „Was meinst Du?“ Die Kollegin „Wie, was meine ich? Hast Du nicht zugehört?“ und die Sd „Doch, aber was meinst Du mit ´soll das denn immer so weitergehen?´“. Weswegen erzählt die Supervisandin diese Szene. Weil sie die Erfahrung gemacht hat, dass ihr das mit der Kollegin oft passiert. Und sie geraten beide dann häufig aneinander und reden manchmal auch einige Zeit nicht miteinander, weil jede darauf beharrt, nicht schuld zu sein am Verlauf des Gesprächs. Sie hat Angst, dass die Situation irgendwann eskalieren könnte. Sie möchte verstehen, was passiert und erkennen, was sie ändern kann. Was ist passiert? In der Zeitung - wie sich im Verlauf der Supervision herausstellte - stand neben dem Artikel zur Heinsberg-Studie ein Artikel mit dem Hinweis, dass in Gütersloh ein zweiter „Lockdown“ droht aufgrund des Anstiegs der Infektions¬zahlen. Die Supervisandin war sich sicher, dass die Kollegin vor ihrer Frage „Soll das denn jetzt immer so weitergehen?“ den zweiten Artikel nicht angesprochen habe, so dass die Supervisandin hätte wissen können, dass sie den „Lockdown“ meint. Diese war weiterhin vom ersten Artikel und der Heinsberg-Studie ausgegangen. Sie haben schlicht beide aneinander vorbeigeredet. Dieses Phänomen ist neurophysiologisch auch zu erklären: Sie waren beide in ihrer Welt, gingen beide von ihrer Landkarte aus. Was ist damit gemeint? Jeder Mensch kommt ungefähr mit der gleichen Anzahl an Nervenzellen im Gehirn auf die Welt. Schon mit den ersten Erfahrungen im Mutterleib beginnen Neuronen (Nervenzellen) sich zu verknüpfen. Es entstehen Pfade, die es ermöglichen u.a., Dinge immer wieder gleich ablaufen zu lassen. So haben wir später Fahrradfahren gelernt, aber auch zu kommunizieren oder Konflikte zu lösen. Unsere Erfah¬rungen schaffen eine ganz eigene – aber subjektive – Landkarte. Jeder Mensch entwickelt aufgrund dessen, was er erlebt, erfahren hat – vor allem in Bezug auf die ersten Bezugspersonen wie Mutter und Vater – ganz eigene Muster des Wahrnehmens, Denkens, Fühlens, Redens, Handelns. Jede Landkarte ist unterschiedlich. Die Landschaft – die Komplexität aller möglichen Gegebenheiten im Außen wie die Natur, alle anderen Menschen, und im Innen wie alle ihre Muster usw. – ist für den Einzelnen nicht erfassbar. Er kann nur von seiner Landkarte ausgehen. Etwas Anderes kann sein Gehirn ihm nicht zur Verfügung stellen. Das Gehirn kann nur Verknü¬pfungen dafür anlegen, was der Mensch erlebt, gelernt hat, was ihm begegnet, widerfahren ist. Gehen wir von diesem theoretischen Modell aus, können wir – und das war aufgrund der weiteren Beschreibung der Supervisandin möglich – feststellen: Die Supervisandin ist sehr streng erzogen worden. Es gab kaum Spielräume, alles musste immer gleich ablaufen. Entsprechend streng hält sie sich an Regeln, Vorgaben, Abläufe. Immer schön eins nach dem anderen. Die Kollegin beschreibt die Supervisandin - neben vielen positiven Eigenschaften, Fähigkeiten und Fertigkeiten - als etwas ungeduldig, sprunghaft, lebhaft. Über ihre Kindheit weiß sie nichts – dies ist aber auch nicht nötig. Wichtig ist lediglich zu erkennen, wie unterschiedlich beide sind. Wie eng und streng sich die Supervisandin an dem zuerst angesprochenen ersten Artikel festhält. Und wie leicht es der Kollegin fällt, schnell weiter zu springen, besonders, weil sie dieser Hinweis zum drohenden erneuten „Lockdown“ wahrscheinlich emotional sehr aufgewühlt hat. Die fehlende Möglichkeit an Flexibilität hat die Supervisandin nicht darauf bringen können, dass die Kollegin schon beim zweiten Artikel war. Dies soll keine Entschuldigung des Vorgehens der Kollegin sein und es ist auch kein Zeichen guter Kommunikation. Aber es geht in Supervision nicht um Bewertung, sondern um Aufdecken und Verstehen, um Konflikte zu minimieren. Das Beispiel zeigt unsere Subjektivität und verdeutlicht, wie schwer es sein kann, sich auf andere - die ganz anders sind als ich - einzustellen. Es kann schwierig sein, mit ihnen leicht mitzugehen. Den Aspekt der „Konstruktion unserer Wirklichkeit“ - wie es systemisch heißt - also das Schaffen unserer eigenen Landkarte, die kein Abbild der kompletten Landschaft ist, sollten besonders Führungskräfte immer „im Kopf haben“. Denn dieses Phänomen betrifft nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch die Führungskraft (u.a. Mitarbeitende in Leitungspositionen) selbst. Viele - wenn nicht alle - Konflikte, die im Berufsalltag immer noch mit dem Begriff Mobbing bezeichnet werden, beruhen, auf grundlegenden menschlichen funktionalen Besonder¬heiten, die uns von Maschinen unterscheiden. Wenn diese Gegebenheiten aufgrund unserer eigenen und anderen Erfahrungen (die uns von anderen Menschen unterscheiden, weswegen wir einzigartig sind, was selten bedacht wird) auf die Gegebenheiten anderer Personen treffen, ist häufig die Basis für sich anbahnende Konflikte gelegt. Unsere eingeschränkte Landkarte erlaubt uns nicht, alles zu kennen, zu wissen, zu können, … Fehler, Unwissenheit, Missverständnisse, Verletzungen, Kränkungen, emotionale Reaktionen, Stress sind „vorprogrammiert“ aufgrund der begrenzenden Muster jedes Einzelnen. In Supervision erlebe ich es nicht selten, dass Supervisanden Unterstützung wünschen, weil sie gemobbt werden. Dieser erste Artikel von voraussichtlich sieben soll Hintergründe, Zusammenhänge und vor allem mögliche Lösungen im Sinne von Entlastung für diese, den Berufsalltag begleitende negative „Auswüchse“ aufzeigen. Die Supervisandin hat vom Vorstellen „Unseres Konstruktes der eigenen Landkarte“ sehr profitiert und sie hat gelernt. Sie hat gelernt, dass es nur subjektiv sein kann, was sie wahrnimmt und erlebt. Hätten wir die Kollegin gefragt, hätte sie die Situation wahrscheinlich komplett anders beschrieben. Sicherlich hätte sie in Erinnerung, dass sie ganz bestimmt darauf hingewiesen hat, dass sie schon beim zweiten Artikel ist. Es ist ihre Wahrnehmung, die erst einmal genauso in Ordnung ist wie die der Supervisandin. Die Supervisandin hat gelernt, vor allem bei dieser Kollegin - die sie in der Supervision (obwohl sie nicht persönlich anwesend war) ein Stück weit besser kennengelernt hat - mehr nachzufragen, um Missverständnisse zu vermeiden und Konflikte schon im Keim zu ersticken. Die Angst, ein Konflikt mit dieser Kollegin könnte eskalieren, so dass sie irgendwann gar nicht mehr miteinander reden, war nicht mehr vorhanden. Lesen Sie beim nächsten Mal über unsere bevorzugten Wahrnehmungskanäle, die die Kommunikation auch erschweren und den anderen als „schwierig“ wahrnehmen lassen können. Es folgen: TEIL II – Unsere bevorzugten Wahrnehmungskanäle TEIL III – Unsere bevorzugten psychischen Strebungen TEIL IV – Unsere Bedürfnisse TEIL V – Unsere Reaktionen TEIL VI – Unser Gehirn - womit ist es gerade beschäftigt? TEIL VII – Ist Mobbing-Beratung eine gute Lösung?
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