Supervision - Coaching - Training
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Ursache und Lösung von Konflikten In meinem letzten Block habe ich auf die auch nach 30 Jahren noch bestehenden Unterschiede zwischen den Menschen, die im Westen der Bundesrepublik aufgewachsen sind und denen aus dem Ostteil Deutschlands, aufmerksam gemacht. In meiner Arbeit fällt aber immer wieder auf, dass dies nicht die einzigen Unterschiede sind, die im Familienalltag und im Beruf zu Missverständnissen führen. Werden Unterschiede nicht als subjektive Erfahrungen, die zu Missverständnissen führen können, wahrgenommen, sondern als objektives Unverständnis der anderen Seite und damit als Fehlverhalten interpretiert, das als Böswilligkeit, Unvermögen oder Bedrohung erlebt wird, können unlösbare Konflikte entstehen. Diese werden im Berufsalltag nicht selten als Mobbing bezeichnet. Wenn wir uns aber einmal vorstellen, wie unterschiedlich jeder Mensch in seiner Kindheit und Jugend aufwächst mit ganz unterschiedlichen Geschwisterkonstellationen, Familienverhältnissen, Beziehungen zwischen Eltern und Kindern und völlig unterschiedlichen Erfahrungen, Erlebnissen, Wertevorstellungen, die im Laufe der eigenen Entwicklung zu Normen, Überzeugungen und damit ganz individuellen Denk-, Fühl- und Verhaltensmustern werden, wird klar, dass meine Sicht der Dinge eine ganz eigene ist. Jeder sieht die Welt durch seine Brille mit ganz individuell und subjektiv gefärbten Gläsern. Das, was ich erlebt habe, empfinde ich dabei als Standard. Diesen setze ich als gegeben voraus und glaube, er sei objektiv. Jeder, der sich anders verhält, denkt oder fühlt entspricht nicht meiner Norm. Dies erzeugt Unverständnis bis hin zur Ablehnung. Dabei vergessen wir, dass es MEINE Idee von einer Norm ist, auch wenn ich sie als objektiv ansehe. Denn wenn sich zwei über ein Thema unterhalten, können sie zwar ähnliche Worte benutzen, dennoch kann hinter diesen Worten, gedanklich und emotional etwas völlig Anderes stecken. In der Regel wird aber davon ausgegangen, dass der andere so denken und ticken muss wie ich. Andernfalls ist er gegen mich. Ein Fallbeispiel Eine Klientin, die sich beruflich über Jahrzehnte für eine Sache eingesetzt hat, die ihr persönlich sehr wichtig war, nimmt eine neue Kollegin, die ihren Vorstellungen, wie man sich für diese Sache einzusetzen hat, als Bedrohung war. Jedes Verhalten der Neuen wird als Widerstand gegen die bestehende Überzeugung, wie wichtig diese Sache ist, wahrgenommen. Diese vermeintliche Bedrohung durch die neue Kollegin löst in der Klientin Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster aus, die ihren Standpunkt verhärten. Gleichzeitig hat dies natürlich Auswirkungen auf die Neue. Diese fühlt sich vielleicht ebenso abgelehnt und entwickelt aufgrund ihrer Erfahrungen eigene Muster des Denkens, Fühlens und Handelns. Die Situation schaukelt sich hoch. Über mehrere Jahre geht diese stumme Auseinandersetzung bis die Klientin durch ein Burnout ausscheidet. Solche Verstrickungen aufzulösen ohne der Klientin das Gefühl zu geben, sie nicht ernst zu nehmen, kein Mitgefühl für ihre Situation zu haben oder gar als Beraterin auf der Gegenseite zu stehen, ist mitunter ein Drahtseilakt. Es lohnt aber in jedem Fall, sich diesem Thema behutsam und im Tempo der Klientin anzunähern, auch wenn es am Anfang Widerstand auslösen kann. Die häufig eingetretene Verzweiflung und Ohnmacht, die Verbitterung, die Bedrohung und Ungerechtigkeit, die ein anderer einem angetan hat, lässt uns in einer Opferrolle erstarren. Sie bringt keine Lösung. Erst wenn die Klientin Schritt für Schritt versteht, dass es für beide Seiten - für die Klientin UND für die Neue - gute Gründe gibt, so zu handeln, wie sie es getan haben, dass es kein richtig und kein falsch gibt, kann Entlastung entstehen, da wo bisher Hass und Vergeltung die Psyche belastet haben. Wenn jedes Muster im Denken, Fühlen und Handeln als ganz individuell aufgrund der eigenen Erfahrungen gesehen werden kann, kann z.B. ein bisher als Fehlverhalten interpretiertes Muster anders bewertet werden. Die eigene Person wird entlastet und gleichzeitig sieht man sich als Teil der abgelaufenen Interaktionen. Das Verhalten zweier Personen im Konflikt kann häufig als gegensätzliches Verhalten im Sinne von Polarität gesehen werden. Und Konflikte liegen oft genau in diesem Spannungsfeld. Konflikte unter dieser Thematik aus der Physik (+Pol mit positiver Energie und –Pol mit negativer Energie) zu betrachten, bringt Lösungen, da wo bisher unlösbare Probleme waren. Ein Chef, dem aufgrund seiner Erziehung / Erfahrungen (seine) Arbeit über alles geht (+Pol) interpretiert das Streben einer Kollegin nach Teilzeit, der ihre Freizeit - die den Gegenpol zur Arbeit darstellt (also den –Pol) - auch wichtig ist, als Auflehnung und nennt sie „arbeitsscheu“. Was dabei übersehen wird, ist, dass erst beide Pole (Arbeit UND freie Zeit) zusammen eine Balance bringen und unsere Bedürfnisse befriedigt werden können. Gerade Burnout unter diesem Aspekt zu betrachten, bringt Ausgleich da, wo bisher Disbalance war. So können Unterschiede als zwei Pole ein und desselben Themas gesehen werden. Sie sind zwar ganz unterschiedlich, aber jeder Pol hat seine Berechtigung. So wie Stärken UND Schwächen oder Gesundheit UND Krankheit. Das eine gibt es nicht ohne das andere. Wichtig ist es deshalb, das richtige Maß zur richtigen Zeit anzustreben und nicht einen Pol abzulehnen. So kann erkannt werden, dass Unterschiede normal sind, dass sie zwar zu Missverständnissen führen können, dass sie aber nicht bedeuten, dass andere Meinungen, Ideen, Einstellungen etc. unsere Person oder Existenz bedrohen. Die Arbeit mit Unterschieden und dem Thema Polarität bringt eine gelassenere Einstellung (Balance), da wo wir bisher im Kampfmodus (Inbalance) waren oder uns aufgegeben haben.
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