Supervision - Coaching - Training
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Macht Berufung glücklich? Ich leite in regelmäßigen Abständen auch Gruppen, die sich über eine längere Zeit treffen. Zum einen Gruppen für Hinterbliebene nach Suizid und zum anderen Gruppen für Menschen, die in Supervision ihren Berufsalltag reflektieren und sich beruflich weiterentwickeln wollen. In letzteren Gruppen taucht nicht selten das Thema BERUFUNG bzw. die Frage auf „Macht Berufung glücklich und zufrieden?“ Konkret gesagt, existiert bei manchen Menschen die Meinung, erst oder nur wenn ich meine Berufung gefunden habe, kann ich wirklich glücklich und zufrieden werden. Ratgeberseiten im Web weisen Suchende daraufhin, dass sie sich fragen sollten „Wie zufrieden bin ich mit der aktuellen Situation?“ Weiter heißt es dann „Wenn Sie Ihrer Berufung folgen und sich auf das konzentrieren, was Sie wirklich machen wollen, werden Sie immer mit großer Motivation vorgehen.“ Sie werden sich morgens beim Aufwachen auf den Tag freuen, auch wenn ein anstrengender Tag voller Aufgaben vor Ihnen liegt. „Folgen Sie Ihrer Berufung, werden Ihnen der Stress, die harte Arbeit oder auch gelegentliche Rückschläge deutlich weniger oder fast gar nichts ausmachen. Sie stehen so fest hinter diesem Weg und bringen so großes Engagement und die nötige Leidenschaft mit, dass Ihnen nichts den Spaß und die Motivation rauben kann.“ (Quelle: https://karrierebibel.de/berufung) Taucht dieses Thema im Coaching oder der Supervision(sgruppe) auf, werde ich hellhörig. Denn es stellt sich die Frage, was ist mit den Menschen, die zu mir (oder Kollegen/-innen) kommen, weil sich bei ihnen ein Burnout-Syndrom entwickelt hat, obwohl sie versichern, ihre Berufung gefunden zu haben? Nun könnte man sich fragen, ob diese Menschen sich vielleicht geirrt und ihre Berufung doch noch nicht gefunden haben? Heißt die Lösung also weitersuchen? Denn erst wenn … dann …? Wir Menschen neigen dazu, zu suchen: Den richtigen Partner, die richtigen Freunde, das richtige Hobby, den richtigen Job usw. Was ist, wenn wir dies nicht finden? Heißt das automatisch, wir werden in diesem Leben niemals glücklich und zufrieden sein können? Meine und die Erfahrung von Kollegen/-innen in meinem Berufsstand (und sicherlich auch die vieler anderer Menschen auch) ist: Ein glückliches und zufriedenes Leben bedarf vieler einzelner Aspekte, die sich gegenseitig ergänzen und bestenfalls positiv beeinflussen. Wenn wir quasi wie mit Scheuklappen suchen, damit wir genau das RICHTIGE finden, was wir suchen oder auf der Suche sind, was genau das RICHTIGE für mich ist, werde ich mich wie in einem Kreis – quasi einem Teufelskreis – immer wieder drehen und umsehen und suchen UND doch enttäuscht auf der Strecke bleiben. Jeder kennt sicherlich die Situation: Ich suche lange nach genau der Reise (z.B. einer Kreuzfahrt), die die günstigste ist, den besten Service bietet, die effektivste Erholung verspricht. Dann sitzt dieses Paar, das sich immer streitet, am Tisch oder die Matratze macht Rückenschmerzen oder ich kann wegen Seekrankheit die Reise kein bisschen genießen. Dann wird die Erholung zur Qual. Oder die 14 Tage sind schneller um, als ich denken kann und schon stecke ich wieder im Alltagsfrust. Hoch UND Tiefs in unserem Leben sind normal. Auch der beste und tollste Job hat Seiten, die ich nicht mögen werde, die stressen und die ich am liebsten umgehen würde. Ich werde das PERFEKTE nicht finden. Es wird Momente geben, in denen quasi „die Zeit stehen bleibt“ aber auch Augenblicke, die sich wie Kaugummi ziehen und Situationen, die ich vor Stress und Belastung kaum aushalte – was alles ja auch subjektive Wahrnehmungen sind aufgrund meiner ganz persönlichen Vorerfahrungen. Die Quelle aus Zufriedenheit speist sich aus den vielen Facetten des Lebens im Außen UND vor allem aus meinen Überzeugungen, Sichtweisen, Haltungen und täglichen Gedanken. Sinnvoll ist es deshalb, sich zu fragen: „Was gefällt mir an …?“, „Wofür bin ich dankbar?“, „Was kann ich verändern?“, „Wie kann ich noch darüber denken?“, „Wie viel Raum nimmt mein ´Problem´ ein, wenn ich mein Leben komplett betrachte?“. Das Suchen im Außen kann nur begrenzt glücklich machen; das, was wir im Inneren denken, werden wir fühlen. Denn unsere Gedanken und Gefühle greifen wie Zahnräder ineinander. Wenn ich meine Aufmerksamkeit und den Fokus mehr auf die Gegenwart und die positiven Aspekte lenke, wird das Gehirn mir angenehme Gefühle schenken. Bereue oder bedauere ich die Vergangenheit und resigniere, weil auch die Zukunft nicht viel zu versprechen scheint, da die Berufung sich immer noch nicht gezeigt hat, fühle ich Leere, Frust, Wut, Ärger, Enttäuschung und bin weit entfernt von einem glücklichen Leben. Auch die, die ihre Berufung scheinbar gefunden haben, werden langfristig unglücklich oder sogar - vielleicht mit Burnout oder schlimmer - krank werden, wenn sie ihren Job mit aller Macht verfolgen und meinen, das wäre ihr Leben. Diese Menschen neigen dann mitunter dazu, zu übertreiben, zu viel sprich zu lange zu arbeiten mit der Folge, sich selbst und andere Bedürfnisse zu vernachlässigen. Zufriedenheit folgt, wenn alle meine Bedürfnisse immer wieder befriedigt werden. Dazu zählen nicht nur die, die der Beruf bzw. die Berufung bestenfalls zu stillen vermag wie beispielsweise Anerkennung, Sinnerfüllung, Sicherheit, Orientierung, Kontrolle, Selbstbestimmung, Selbstwertsteigerung u.a. Genauso wichtig sind die anderen Bereiche des Lebens, in denen Bedürfnisse befriedigt werden können wie Beachtung und Zugehörigkeit durch Kontakte zu anderen Menschen, Geborgenheit durch ein Dach über dem Kopf und Sicherheit durch so viel Geld, dass ich nicht hungern oder frieren muss. Hobbys und freie Zeit nehmen bei der Bedürfnisbefriedigung einen besonderen Stellenwert ein. Denn ohne Regeneration und Erholung, Ruhe und mich spüren und wahrnehmen, bewegen, auspowern und runterkommen, die Freiheit genießen und gleichzeitig z.B. durch Vereinskameraden sinnbildlich „getragen“ werden, wird immer eine gefühlte Leere in mir bleiben. Suchen Sie deshalb nicht nach dem perfekten Leben, sondern genießen Sie es mit all seinen Facetten. Ohne die traurigen oder stressigen Momente könnten wir die fröhlichen und entspannten Augenblicke nicht wahrnehmen. Wir brauchen das Dunkle, um das Helle schätzen zu können. Es ist nie der eine Punkt in unserem Leben, der fehlt und ein „Erst wenn … dann ….“ ist trügerisch. Glücklich und zufrieden werden, heißt JETZT leben mit allem, was mir das Leben momentan an Erfahrungen anbietet. Es ist meine Entscheidung, was und wie ich über mein Leben, meinen Job, meinen Partner, meine Wohnsituation usw. denke. Meine Gefühle sind die Folge davon. Wenn ich gelassen neue Ziele angehe; das schätze, was ich habe, das verändere, was möglich ist, werde ich das finden, was ich brauche.
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